CompAIR – Citizen Science für bessere Luft

Mit Sensortechnik Bürger:innen an der Messung der Luftqualität beteiligen

Titelseite der Projektbroschüre
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Citizen Science-Ergebnisse für Umweltbildung und umweltpolitische Entscheidungen nutzbar machen

Ziel des im Rahmen von EU Horizon 2020 geförderten Projekts COMPAIR ist es, Gemeinden, Forscher:innen und politische Entscheidungsträger:innen zusammenzubringen, um die größte Ressource einer Stadt, nämlich ihre Bürger:innen für den Kampf gegen eine der größten Umweltherausforderungen der Gegenwart, die Luftverschmutzung, nutzbar zu machen.

Das Projekt zielt darauf ab, die Ergebnisse der Bürger:innenforschung für die Bürger:innen persönlich nutzbar und zu einer wertvollen Datenquelle für umweltpolitische Entscheidungen im städtischen Umfeld zu machen. Das Projekt wird nicht nur innovative, fortschrittliche Instrumente und Standards zur Verbesserung der Qualität von Citizen-Science-Ergebnissen und ihrer Nutzung in lokalen und städtischen Entscheidungsfindungsmechanismen bereitstellen. Es setzt sich auch zum Ziel, eine bessere Zusammenarbeit zwischen Bürgerwissenschaftler:innen, politischen Entscheidungsträger:innen, sowie Unternehmen und Nichtregierungsorganisationen (NGOs) zu fördern.

Beginnend in den Städten Athen, Berlin, Sofia, Plowdiw und der Region Flandern wird COMPAIR die Menschen dazu befähigen, Experimente zur lokalen Luftqualität zu entwerfen und durchzuführen. Einfach zu bedienende stationäre oder mobile Luftsensoren werden ihnen dabei helfen, qualitativ hochwertige Daten zu erfassen, die von ihnen selbst und von den Stadtverwaltungen für Forschung und Politikgestaltung genutzt werden können. Neue Technologien wie digitale Zwillinge und Virtual-Reality-Apps werden die Daten sichtbar, verständlich und für Bürger:innen auf persönlicher Ebene anwendbar machen.

Ko-kreative Workshops und Citizen Science-Unterstützung: inter 3 begleitet zwei Berliner Pilotprojekte

inter 3 wird die beiden Pilotprojekte in Berlin leiten, bei denen die Bürger*innen Luftqualitäts- und Verkehrszählungssensoren zur Messung der Luftverschmutzung einsetzen können. Ein Teil der Aktivitäten von inter 3 umfasst die Organisation von drei ko-kreativen-Workshops, um die Motivationen, Bedürfnisse und Erfahrungen der Bürger in Bezug auf Luftqualitätsmessungen zu ermitteln. In einer späteren Phase wird inter 3 die Durchführung der CS-Experimente unterstützen.

Als Ergebnis sollen für jede europäische Pilotregion lokalspezifisch angepasste Visualisierungen der Ergebnisse zur Luftqualität samt Handlungsempfehlungen für individuelles Verhalten sowie für politische Entscheidungsträger vorgelegt werden. Dabei wird auch ausgearbeitet, wie die Citzen-Science-Ergebnisse in bisherige Statistiken einfließen und umweltpolitische Entscheidungskriterien ergänzen und optimieren können. Zudem werden Erkenntnisse zum Einsatz neuer Technologien wie Sensortechnik, digitale Zwillinge und Virtual-Reality-Apps in der Bürger:innenforschung und hinsichtlich des umweltpolitischen Empowerments der Citizen Science-Forscher:innen gewonnen.

CompAIR – Community Observation Measurement and Participation in Air Science

Ansprechpartner:

Dr. Ali Besalatpour, +49(0)30-34 34 74 35
Vlatko Vilović, +49(0)30-34 34 74 57

Auftraggeber:

Europäische Union, Forschungs- und Innovationsprogramm Horizon 2020, Finanzhilfevereinbarung Nr. 101036563

partner:

Digital Vlaanderen, IS-practice, Atens Technology Center, 21C consultancy, Fraunhofer-Institut für Nachrichtentechnik, Heinrich-Hertz-Institut, HHI, European Citizen Science Association, Imec, Flanders Environment Agency, University of the Aegean ISLab, Telraam SODAQ, Sofia Development Association, DAEM

Ort:

Sofia/Plowdiw (Bulgarien), Athen (Griechenland), Berlin (Deutschland), Region Flandern (Belgien)

Laufzeit:

2021 - 2024